Lüneburger Kegler Verein

KSG Lüneburg vertändelt Heimserie

Im fünften Heimspiel der laufenden Saison musste die Lüneburger Zweitligakegler erstmalig einen Punktverlust hinnehmen. Gegen den VISK Itzehoe konnte man samstags zwar, trotz eines wackeligen Auftritts, noch alle drei Punkte für sich beanspruchen, die Sonntagsgäste aus Hamburg-Bergedorf wussten Lüneburger Schwächen jedoch zu bestrafen.

Das Duell mit dem VISK Itzehoe begann für die KSG mit Licht und Schatten: Während Matthias Meyer mit 916 Holz auf den anspruchsvoll gewordenen Bahnen am Schnellenberger Weg ein Sensationsergebnis gelang, blieb Tim Schütte bei mäßigen 882 Holz stehen. Als im Anschluss auch Klaus Jänsch (880) patzte, schien der erste Heimpunktverlust der laufenden Saison kaum noch zu verhindern. An seiner Seite wusste Danny Lem (893) zwar auch nicht zu überzeugen, schlug aber immerhin seinen Gegenspieler (892) knapp. An der Seite des wie immer souveränen Mannschaftskapitäns Mathias Stiefeling (902) kam Jörg Henke zu seinem Heimdebüt, das jedoch ein schnelles Ende nehmen sollte: Nach einem kapitalen Fehlstart mit nur 35 Holz nach sechs Wurf war man auf KSG-Seite zum Wechseln gezwungen. Der für Henke ins Spiel kommende Routinier Joachim Müller konnte ab dem ersten Wurf seine Qualität unter Beweis stellen und erkämpfte in Anbetracht der Ausgangslage hervorragende 895 Holz, die der KSG noch zum knappen 3:0-Sieg reichten (5370:5292 Holz, 49:29 EWP).

Das am Folgetag ausgetragene Spiel gegen den SKV Bergedorf bedeute auch das Wiedersehen mit dem ehemaligen Lüneburger Marcel Dubbe, der sich als stärkster Spieler seiner Mannschaft etabliert hat. Auch ihm machten die veränderten Bahnen jedoch erhebliche Mühe, sodass er mit 884 Holz den Lüneburger Startern Meyer (909) und Schütte (903) nicht gefährlich werden konnte. Wer nun einen klaren Heimsieg erwartete, wurde jedoch durch die Mittelachse eines Besseren belehrt: Klaus Jänsch und Danny Lem überboten sich wechselseitig mit schweren Fehlern und brachten nur 876 bzw. 880 Holz auf die Anzeigetafel und unterlagen jeweils ihren Gegenspielern. Die hieraus folgende Zitterpartie um den Zusatzpunkt hatte dann das bessere Ende für die Gäste: Stiefeling überbot zwar erneut alle Gegner (906), Routinier Müller wurde aber in seinen letzten Würfen vom Pech verfolgt und spielte so nur unentschieden gegen seinen direkten Gegenspieler Michael Lüth (beide 895 Holz), was Bergedorf zu den exakt benötigten 32 Einzelwertungspunkten und zum Auswärtspunkt genügte (2:1, 5369:5310 Holz, 46:32 EWP).

Die KSG Lüneburg findet sich nach zehn von vierzehn Saisonspielen mit einer ausgeglichen Punktbilanz von 15:15 auf dem fünften Platz wieder. Um in der Tabelle nicht weiter nach unten abzurutschen, werden die für den 7. und 8. Februar angesetzten Heimspiele zur Bewährungsprobe. Gegen die Spitzenteams aus Bremerhaven und Cuxhaven könnten vergleichbare unausgeglichene Heimauftritte schnell im Debakel enden.