Lüneburger Kegler Verein

Königskegeln 2019

G S K – Joachim Müller ist nach drei Jahren Regentschaft als König des Lüneburger Kegler Vereins entthront worden. Im Kegelsportzentrum sicherte sich erstmals Klaus Jänsch mit ausgezeichneten 778 Holz die Königskette. Mit Annegret Kiehn ist auch der Thron bei den Damen neu besetzt worden, sie setzte sich mit 721 Holz durch. Seniorenbester wurde mit ebenfalls 721 Holz erneut Helmut Schill.

Zunächst hatte Susanne Leitis, Königin von 2017, mit 713 Holz die erste Marke gesetzt. Es war aber klar, dass dieses Ergebnis nicht für den Titel reichen würde. Tatsächlich zog Annegret Kiehn trotz Startschwierigkeiten mit 721 Holz deutlich vorbei, aber auch dies schien noch nicht das Königsergebnis zu sein. Von Titelverteidigerin Claudia Bartels wurde allgemein erwartet, dieses Ergebnis übertreffen zu können. Die neunmalige Königin startete auch gut und hatte vor der letzten Bahn gleichgezogen. Das eine fehlende Holz aber gelang ihr nicht mehr, ein 68er-Schlusssatz war zu wenig. Mit zwei Holz Vorsprung blieb Annegret Kiehn an der Spitze und sicherte sich ihren dritten Königstitel nach 1996 und 2009.

Bei den Männern hatte LKV-Sportwart Herbert Zotzmann mit 741 Holz den Wettkampf eröffnet. Als Titelverteidiger Joachim Müller kurz danach die Bahn betrat wurde es spannend, er würde wohl den ersten echten Meilenstein und vielleicht schon das Königsholz setzen. Doch nach drei Siegen in Serie lief es für Müller diesmal nicht gut, es passte einfach nicht. Als er mit 759 Holz die Bahnen verließ, hatte Klaus Jänsch etwa die Hälfte des Kampfes bestritten und es war klar, dass er Müller diesmal deutlich besiegen würde. Jänsch hatte einen Traumstart hingelegt, nach sechzig Wurf bereits +55 Holz auf dem Konto. Ganz durchhalten konnte er dieses hohe Niveau nicht, mit 778 Holz aber eine Topmarke gesetzt. Mit Nico Zotzmann und Mathias Stiefeling gingen als letzte Starter noch zwei ernste Herausforderer an den Start. Stiefeling startete stark und schien zunächst eher als Zotzmann, das Königsholz angreifen zu können. Eine kurze aber heftige Negativserie (6-5-5-6-6) warf ihn jedoch zurück, so dass auch drei gute Schlussbahnen nicht mehr reichten, um über 768 Holz hinaus zu kommen. Zotzmann hingegen begann ausgerechnet auf den Bundesligabahnen mit Sätzen von 76-76-75 verhalten, drehte dann aber gewaltig auf und holte mit den nächsten sechzig Wurf satte 55 Holz. Eine 77er-Schlussbahn hätte ihm den Titel gebracht, was ihm nach dem furiosen Zwischenspurt auch ohne weiteres zugetraut wurde. Doch schnell war klar, dass es nicht klappen würde, Zotzmann fand vom ersten Wurf an nicht den rechten Anspielpunkt, wechselte schließlich als letzte Maßnahme noch den Ansatz und blieb bei einem 71er-Satz hängen. Mit 773 Holz wurde er Vizekönig vor Stiefeling und Müller.

Klaus Jänsch und Annegret Kiehn

Im ältesten und traditionsreichsten Wettbewerb des Lüneburger Kegler Vereins – bereits seit 1924 wird um die Königswürde gekegelt – ist Klaus Jänsch der 51. Debütant auf der Königskette bei der inzwischen 92. Austragung.