Lüneburger Kegler Verein

Heideblüte zieht mit dem Tabellenführer gleich

G S K – Die Spannung im Titelkampf der Bezirksliga steigt: Trotz einer knappen 1:2-Niederlage konnte Heideblüte nach Punkten mit dem TSV Gnarrenburg gleichziehen. Die Lüneburger profitierten davon, dass der Spitzenreiter mit nur drei Spielern antrat und folglich  beide Spiele verlor. Da das Team trotz Unterzahl jeweils noch den Zusatzpunkt holte, verteidigte Gnarrenburg mit 19:5 Punkten die Tabellenführung, gleichauf mit Heideblüte und dem Tagessieger TSV Bremervörde, der zwei Siege einfuhr. Dramatisch wird die Situation dagegen für die KSG Lüneburg II, nach zwei weiteren Niederlagen fiel die Bundesligareserve mit 2:22 Punkten auf den letzten Platz zurück.

Kaum noch zumutbar für Wettkämpfe sind die mittlerweile vollkommen abgehalfterten Bahnen in Stade, auch wenn die Bedingungen für alle gleich sind. Wie schon in den Vorjahren gelang es erneut nur wenigen Keglern, überhaupt  Schnitt zu erkegeln. Selbst Topspieler Ralf Wozniak musste sich gegen den TSV Lamstedt mit 845 Holz begnügen, an der Seite von Michael Zimmerling (827) geriet Heideblüte überraschend mit 11 Holz in Rückstand. Die Lüneburger hatten nach der Verletzung von Frank Lühr umstellen müssen, holten Junior Robin Wozniak aus der zweiten Mannschaft, was sich als Glücksgriff erwies. Während Joachim Weiss seinen Gegner mit 820:801 Holz in Schach hielt, sorgte Wozniak mit starken 855:840 Holz für Sieg und Zusatzpunkt. Genau entgegengesetzt verlief die Partie gegen den TSV Bülstedt-Vorwerk: Robin Wozniak konnte in der Startachse sein starkes Ergebnis vom Vormittag mit 828 zwar nicht ganz wiederholen, zusammen mit seinem diesmal sehr starken Vater (859 Holz) holte er aber eine deutliche 49-Holz-Führung heraus.

Robin Wozniak war Matchwinner für Heideblüte im Spiel gegen den TSV Lamstedt

Gegen die bärenstarken Junioren von Bülstedt, Jarrit Cordes (853) und Jannik Grube (851), die schon am Vormittag das Spiel gegen die KSG II gedreht hatten, reichte aber auch der klare Vorsprung nicht. Michael Zimmerling konnte zwar mit 840 Holz gegenhalten, Helmut Schill, der Joachim Weiss ersetzte, blieb aber bei 808 Holz hängen. Mit sieben Holz ging das Spiel noch verloren, das Höchstholz von Ralf Wozniak bedeutete aber zumindest noch den Zusatzpunkt zum 1:2. An der Spitze sind nun drei Teams punktgleich, von denen Heideblüte mit den derzeit letzten drei Mannschaften der Tabelle das mit Abstand leichteste Restprogramm haben dürfte, während der TSV Bremervörde und der TSV Gnarrenburg noch im direkten Duell aufeinander treffen.

Von einem Punktgewinn konnte die KSG Lüneburg II nur träumen, in der derzeitigen Verfassung wird das Team den Abstieg nicht vermeiden können. Erneut gelang es weder, eine klare Führung über die Runden zu bringen, noch eine kompakte Teamleistung zu erzielen. Der Auftakt gegen den TSV Bülstedt-Vorwerk verlief verheißungsvoll, die Startachse mit Herbert Zotzmann (834) und Arne Behn (837) konnte 37 Holz Vorsprung herausholen. Die starke TSV-Schlussachse, Jarrit Cordes (854) und Jannik Grube (857), holte Holz um Holz auf. Während Hartmut Backschat (811 Holz) an den schweren Bahnen schier verzweifelte, konnte Stefan Gieseking trotz guter 855 Holz nicht gleichzeitig beide Gegner halten, wurde zudem im Kampf um den möglichen Zusatzpunkt noch auf der letzten Bahn knapp von Grube abgefangen. Am Ende lag die KSG-Reserve mit acht Holz hinten und stand mit gänzlich leeren Händen da. Keine Chance hatten die Lüneburger anschließend beim 0:3 gegen den TSV Lamstedt in einer von beiden Teams erschreckend schwachen Partie. Die Startachse mit Herbert Zotzmann (816) und Arne Behn (826) hatte zwar lange geführt, am Ende aber doch noch sieben Holz abgegeben. Dem Rückstand liefen Stefan Gieseking (829) und Stephan Zernechel (817) vergeblich hinterher, konnten weder gegen TSV-Ersatzmann Lars Wilkens (820) genügend Holz gutmachen, noch dem Topergebnis von Enrico Brauer etwas entgegensetzen. Brauer baute mit 850 Holz nicht nur die Führung stetig bis auf 31 Holz aus, er machte auch alle Hoffnungen zunichte, zumindest den Zusatzpunkt zu ergattern.

Die KSG Lüneburg II (12./2:22 Punkte) steht nun am vorletzten Spieltag gegen die direkten Tabellennachbarn Blau-Weiß Buchholz (10./6:18) und TSV Dauelsen (11./4:20) unter gewaltigem Druck und darf sich keinen Fehler mehr erlauben. Etwas Hoffnung macht der Spielort Celle, dort gelang der KSG der bisher einzige Saisonsieg.