Lüneburger Kegler Verein

Auswärtsreise in den Harz

Für die letzten zwei Saisonspiele der laufenden Zweitliga-Saison begeben sich die Kegler der KSG Lüneburg nochmals auf Reisen. Es stehen Auswärtsspiele gegen die KSG Wolfenbüttel und die SG Derenburg / Ilsenburg an. Während es für die Lüneburger allenfalls um die genaue Platzierung im Tabellenmittelfeld geht, steht insbesondere für Wolfenbüttel noch eine Menge auf dem Spiel.

Die erste Besonderheit des Spieltags wird sich den Lüneburgern am kommenden Samstag bereits auf der Anreise offenbaren: Obwohl der Gegner KSG Wolfenbüttel heißt, werden die Kegler ins fast 40 Kilometer entfernte Goslar reisen, wo die Gastgeber ihre Heimspiele austragen, weil die eigene Halle seit diversen Jahren nicht uneingeschränkt zur Verfügung steht. Wie Wolfenbüttels stärkster Spieler, Simon Faber, im Gespräch mit der KSG berichtet, fühle man sich auf der Goslarer Anlage zwar „sehr wohl“, dennoch musste man bereits sieben Punkte in fünf Heimspielen den Gastmannschaften überlassen. Auch diese mäßige Heimbilanz ist ein Grund dafür, dass sich der Aufsteiger noch immer im Abstiegskampf befindet und dringend Punkte benötigt. Fünf Punkte aus den Heimspielen wollen die Gastgeber für den Klassenerhalt mindestens holen. „Daher wird der Fokus sein (…) zwei Punkte gegen Euch zu holen und damit ein richtiges Endspiel gegen Bremen zu erhalten“, rechnet Faber der KSG vor.

Für die KSG wiederum wäre ein Punktgewinn auch erst das zweite Erfolgserlebnis in der Fremde. Nur in Bremerhaven konnten die Lüneburger bisher Zählbares einfahren, die übrigen vier Auswärtsspiele gingen allesamt mit 3:0 verloren. Für mögliche Punktgewinne hat auch die KSG den Fokus auf die Samstagspartie gelegt, wartet doch am Sonntag mit der SG Derenburg / Ilsenburg eine noch größere Hürde. Die Harzer, die in diesem Jahr erstmalig der Lüneburger Staffel zugeordnet wurden, gaben in fünf Heimspielen bisher nur einen Punkt ab, behielten in vier Begegnungen eine weiße Weste. Ein Punktgewinn durch die auswärts schwächelnde KSG ausgerechnet hier wäre sicherlich als eine der größeren Überraschungen der Saison zu bewerten.

Dennoch würde jeder Punkt der KSG dabei helfen, die eigene Saisonbilanz etwas aufzuwerten. Zwar steht man mit 18:18 Punkten noch auf dem als Saisonziel anvisierten vierten Platz, in Anbetracht der ausstehenden Auswärtsspiele wird man diesen aber kaum verteidigen können. Da es aber für Lüneburgs Spitzenkegler weder um den Aufstieg noch um den Abstieg geht, wird man am Sonntag vermutlich ohnehin mit einem Auge auf die heimische Halle am Schnellenberger Weg blicken. Dort wird die Zweitvertretung der KSG versuchen, sich beim Abschlussspieltag der Bezirksliga doch noch die Meisterschaft zu sichern. Die aktuell zweitplatzierten Lüneburger werden dafür aber der Tagessieg unter den zehn Mannschaften und etwas Schützenhilfe der Konkurrenz benötigen.