Auf Gala folgt Ernüchterung
Die Zweitligakegler der KSG Lüneburg kassierten im letzten Heimspiel der Saison ihre erste Heimniederlage. Nachdem man am Vortag noch völlig überraschend Spitzenreiter Cuxhaven ohne Punkte auf die Heimreise schickte, erlebte man gegen die LTS Bremerhaven ein Debakel. Mit dem Ausgang des Spieltags steht nunmehr auch rechnerisch fest, dass die Lüneburger für ein weiteres Jahr in der Zweitklassigkeit planen können.
Etwas sorgenvoll blickten die Lüneburger Spitzenkegler auf die letzten Heimspiele der Saison, warteten doch mit den Gegnern aus Cuxhaven und Bremerhaven die Spitzenteams der Liga. Außerdem hatten die zuletzt anspruchsvoller gewordenen Heimbahnen am Schnellenberger Weg bereits in den vorherigen Heimspielen einen Tribut in Form des ersten Punktverlusts der Saison gefordert.
Umso überraschter zeigten sich Aktive und Zuschauer ob des sich Ihnen darbietenden Spielverlaufs gegen Cuxhaven: Die Startachse aus Matthias Meyer und Youngster Tim Schütte (beide 896 Holz) konnten direkt eine 30-Holz-Führung herausspielen. Routinier Joachim Müller (886) und Danny Lem (892) konnte diese gar auf 69 Holz ausbauen. Da bis zu diesem Zeitpunkt kein Cuxhavener ein Lüneburger Ergebnis überbieten konnte, konnte die neu zusammengestellte Schlussachse aus Kapitän Mathias Stiefeling und dem für den angeschlagenen Klaus Jänsch in die Mannschaft gerückten Dennis Drews entspannt aufspielen. Während Stiefeling mit 902 Holz souverän das beste Ergebnis des Tages gelang, mühte Drews sich zu 863 Holz, welche einen klaren 3:0-Heimsieg (5335:5268 Holz, 51:27 EWP) aber nicht mehr gefährdeten.
Für das am Sonntag angesetzte Duell mit Bremerhaven gab es die erste Hiobsbotschaft bereits vor Spielbeginn: Joachim Müller musste krankheitsbedingt passen. Dennoch zeigte sich die unveränderte Startachse aus Meyer (900) und Schütte (886) souverän und erspielte eine 35-Holz-Führung. Klaus Jänsch (878) und Danny Lem (891) mussten im Anschluss ihren starken Gegenspielern jedoch den Vortritt lassen und büßten 13 Holz ein, sodass Nico Zotzmann und Kapitän Stiefeling mit einer 22-Holz-Führung auf die Bahnen gingen. Während Stiefeling erneut einen starken Auftritt hinlegte und auf 901 Holz kam, war Zotzmann die mangelnde Spiel- und Trainingspraxis von Beginn an anzusehen. Nach einem Auftritt voller Fehler kamen lediglich 827 Holz zusammen, wodurch das Spiel zugunsten der Gäste kippte, die als erstes Team seit zweieinhalb Jahren alle drei Punkte aus Lüneburg entführten (5283:5300 Holz, 41:37 EWP).
Die KSG befindet sich vor den abschließenden zwei Spielen damit auf einem vierten Tabellenplatz, wird diesen aber vermutlich ob der ausstehenden Auswärtsspiele noch abgeben müssen. In jedem Fall steht fest, dass die KSG auch in der kommenden Saison in der zweiten Liga antreten wird: Bei noch sechs zu vergebenden Punkten beträgt der Rückstand auf die Tabellenspitze sieben, der Vorsprung auf einen Abstiegsrang sogar ganze neun Punkte.